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Lehrbuch der Neonatalen Reanimation – 9. Auflage
Das Neonatal Resuscitation Blueprint
Ein visueller Leitfaden für die ersten 60 Sekunden (basierend auf den NRP 9. Auflagen-Richtlinien)
Präsentiert in Partnerschaft mit der American Heart Association und American Academy of Pediatrics, gewidmet der Gesundheit aller Kinder
The Physiological Shift Matrix

Die physiologische Verschiebungsmatrix
| Fetale Zirkulation | Neonatale Zirkulation |
|---|---|
| Gasaustausch in der Plazenta | Gasaustausch in der Lunge |
| Lunge mit Flüssigkeit gefüllt | Lunge mit Luft gefüllt |
| Lungengefäße eng verengt | Lungengefäße entspannt |
Anatomische Beschriftungen der fetalen Zirkulation:
- Obere Hohlvene
- Offener Ductus arteriosus
- Flüssigkeitsgefüllte Lunge
- Offenes Foramen ovale
- Rechter Vorhof
- Lungenarterie
- Rechter Ventrikel
- Linker Ventrikel
- Untere Hohlvene
- Ductus venosus
- Absteigende Aorta
- Von der Plazenta
- Zur Plazenta
- Nabelschnurvene
- Nabelschnurarterien
Anatomische Beschriftungen der neonatalen Zirkulation:
- Schließender Ductus arteriosus
- Lungenarterie
- Vollständig gefüllte Lunge
- Rechter Vorhof
- Geschlossenes Foramen ovale
- Linker Ventrikel
- Rechter Ventrikel
- Untere Hohlvene
- Absteigende Aorta
Das Alveolares Flüssigkeitsclearance-Modell
- Schritt 1 (Prenatal): Flüssigkeit füllt die Atemwegsstruktur
- Schritt 2 (Erster Atemzug): Luft tritt ein und verdrängt die Flüssigkeit nach außen
- Schritt 3 (Nachfolgende Atemzüge): O2- und CO2-Austausch über die Atemwege
Da das primäre Problem ein Mangel an Gasaustausch ist, ist der wichtigste Schritt bei der Neugeborenenreanimation die effektive Beatmung der Lunge.
Unterbrechung des normalen Übergangs erkennen

Unterbrechung des normalen Übergangs erkennen
Normaler Übergang
- Spontane Atmung/Schreien
- Guter Muskeltonus
- Herzfrequenz > 100 bpm
- Schrittweise Verbesserung der Sauerstoffsättigung
Abnormaler Übergang (Auslöser für Maßnahmen)
- Unregelmäßige Atmung, Apnoe oder Tachypnoe
- Bradykardie (< 100 bpm) oder Tachykardie
- Verminderter Muskeltonus/Bewusstsein
- Anhaltende zentrale Zyanose oder Blässe
- Niedrige Sauerstoffsättigung
NRP-Algorithmus einleiten
NRP-Algorithmus-Flussdiagramm

NRP-Algorithmus
- Pränatale Beratung, Teambesprechung, Geräteüberprüfung
- Geburt
- Nabelschnur-Management-Plan einleiten
Termingeborenes? Guter Muskeltonus? Atmung oder Schreien?
- Ja → Haut-zu-Haut-Kontakt mit Eltern, Routinepflege, Normothermie erhalten, Laufende Überwachung
- Nein → Weiterführung zu Initialschritten (innerhalb der ersten 60 Sekunden)
Wärmen und Normothermie erhalten, Trocknen, Positionierung, Bei Bedarf stimulieren und Atemwege freimachen
Apnoe oder Schnappatmung? HF < 100/min?
- Nein → Erschwerte Atmung oder anhaltende Zyanose?
- Ja → Pulsoxymetrie, Sauerstoff bei Bedarf, CPAP in Betracht ziehen → Nachreanimationspflege, Kommunikation mit Familie, Teambesprechung
- (Ja/Fortbestand) → Beatmung, Pulsoxymetrie, Herzmonitor in Betracht ziehen
HF ≥ 100/min?
- Nein → Nachreanimationspflege, Kommunikation mit Familie, Teambesprechung
- Ja → Beatmungskorrekturmaßnahmen, Intubation oder Larynxmaske in Betracht ziehen, Herzmonitor
HF < 60/min?
- Nein → Zurück zu Beatmungskorrekturmaßnahmen
- Ja → Intubation oder Larynxmaske, Thoraxkompressionen, Koordination 3:1 mit Beatmung, 100% Sauerstoff, UVC oder IO
HF < 60/min?
- Ja → UVC oder IO Adrenalin alle 3–5 Minuten. Falls HF <60/min bleibt, Hypovolämie in Betracht ziehen, Pneumothorax in Betracht ziehen
Ziel-Sauerstoffsättigungstabelle
| 2 min | 3 min | 4 min | 5 min | 10 min |
|---|---|---|---|---|
| 60–70% | 70–75% | 75–80% | 80–85% | 85–95% |
Legende
- Rechtecke = Aktionselemente.
- Sechsecke = Klinische Bewertungen.
- Sie müssen die Schritte jedes Blocks angemessen ausführen, bevor Sie zum nächsten übergehen.
Die Gestationsgebiets-Matrix

Die Gestationsgebiets-Matrix
T-Minus: Pränatale Beratung
ZONE 1: < 22 Wochen: Extreme Frühgeburtlichkeit
- Physiologischer Mangel der Lungenentwicklung verhindert das Überleben.
- Standardansatz: Palliative & Symptomatische Behandlung.
- Aktive Reanimation im Allgemeinen nicht indiziert.
- Fokus: Emotionale Unterstützung von Mutter und Familie.
ZONE 2: 22–23 Wochen: Die Periviable Grauzone
- Hohes Risiko für schwere Morbidität und Mortalität.
- Standardansatz: Hochgradig individualisiert.
- Erfordert umfangreiche pränatale Elternberatung.
- Maßnahme: Falls Eltern sich für Reanimation entscheiden, Vorbereitung auf sofortige Intensivpflege (Intubation, frühe Surfactant-Therapie).
ZONE 3: ≥ 24 Wochen: Standard-Lebensfähigkeit
- Standardansatz: Aktive Reanimation.
- Stabilisierung für alle Neugeborenen eingeleitet.
- Standardisierte algorithmische Behandlung befolgen.
Antizipation & Vorbereitung: Umweltparameter
T-Minus: Geräteüberprüfung
Thermisches Management nach Zone
Raumbasisbasis: Genau kontrolliert bei 23°C bis 25°C (74°F bis 77°F) für alle Geburten.
Die 4 Fragen vor der Geburt
- Erwartetes Gestationsalter?
- Fruchtwasser klar?
- Zusätzliche Risikofaktoren?
- Nabelschnur-Management-Plan?
- Zone 2 / Zone 3 Frühgeburt (< 32 Wochen): Polyethylen-Kunststofffolie/Tasche anwenden (auf den Torso aufgetragen, ohne vorher zu trocknen), thermische Matratze und Baumwollmütze.
- Zone 3 Reife (≥ 32 Wochen): Standard warme Decken, Wärmestrahler.
NRP Quick Supplies & Equipment Station

NRP Quick Supplies & Equipment Station
Wärmen
- Vorgewärmter Wärmestrahler
- Warme Tücher oder Decken
- Mütze
- Kunststoffbeutel oder Kunststofffolie (<32 Schwangerschaftswochen)
- Thermische Matratze (<32 Schwangerschaftswochen)
Atemwege freimachen
- Ballon-Absaugspritze
- 10F oder 12F Absaugkatheter bei 80–100 mm Hg
- Trachealer Absauger
Auskultation
- Stethoskop
Beatmung
- Flowmeter auf 10 L/min eingestellt
- Beatmungsgerät
- Masken
Oxygenierung
- Blender auf initialen O2 eingestellt
- Pulsoxymetrie
- Ziel-SpO2-Tabelle
Intubation
- Laryngoskopklingen 00/0/1
- Endotracheale Tuben 2,5/3,0/3,5
- Führungsdraht
- CO2-Detektor
- Klebeband/Schere
Medikation
- Adrenalin 0,1 mg/mL
- Kochsalzlösung
- Notfall-UVC-Materialien
Team-Aufstellungsregel
- Routinegeburt = 1 qualifizierte Person, deren EINZIGE Verantwortung das Neugeborene ist.
- Vorhandene Risikofaktoren = 2+ qualifizierte Personen ausschließlich zur Management des Neugeborenen anwesend. Komplexe Reanimationen erfordern ein vollständig ausgebildetes Team mit sofort verfügbaren fortgeschrittenen Fähigkeiten.
Zeit 0: Nabelschnur-Management

Zeit 0: Nabelschnur-Management
Vigore des Neugeborenen bewerten
- Das vigorose Neugeborene →
Maßnahme: Verzögertes Abnabeln (DCC) für ≥ 60 Sekunden.
- Zone 2 / Zone 3 – Frühgeburt Klinischer Nutzen: Erhöht das Überleben, reduziert intraventrikuläre Blutung (IVH) und verbessert das zirkulierende Blutvolumen.
- Das nicht vigorose oder hochrisikante Neugeborene →
Maßnahme: Sofortiges Abnabeln und zum Wärmestrahler bewegen.
Indikationen: Plazentaablösung, blutende vasa praevia oder ein apnoisches/schlappes Neugeborenes, das sofortiger positiver Druckbeatmung bedarf, die am Damm nicht effektiv durchgeführt werden kann.
Sofort abklemmen und durchtrennen zum Starten der Beatmung
0 Sekunden: Geburt
Alternative: Nabelschnurstripping
- Angemessen für Reife/späte Frühgeborene (>35 Wochen), die trotz Stimulation nicht vigoros bleiben.
- WARNUNG: NICHT empfohlen für Frühgeborene <28 Wochen (erhöhtes Risiko für schwere intraventrikuläre Blutung).
Die schnelle anfängliche Bewertung

Die schnelle anfängliche Bewertung
- Termingeborenes? (Erscheint reif?)
- Guter Muskeltonus? (Aktive Flexion vs. schlaff?)
- Atmung oder Schreien? (Kraftvolles Schreien vs. Schnappatmung?)
- Ja zu allem → Neugeborenes bleibt bei Eltern. Routinepflege bereitstellen (warm, trocken, Haut-zu-Haut).
- Nein zu einem beliebigen → Neugeborenes sofort zum Wärmestrahler bewegen für die Initialschritte.
Durchführung der Initialschritte (Die goldene Minute)
1. Wärmen
Unter Wärmestrahler platzieren.
- Raumtemperatur
- Strahlungswärme
- Kunststoffbeutel
- Doppelte Mütze
- Chemische Matratze
- Befeuchtete und erwärmte Gase
T: 37°C, RH: 100%
Tickende Uhr: 60 Sekunden
0 Sekunden — 15 Sekunden — 30 Sekunden — 45 Sekunden — 60 Sekunden
Initialschritte: Trocknen, Stimulieren, Atemwege freimachen

2. Trocknen
- Kräftig mit Tuch/Decke trocknen, nasse Wäsche sofort entfernen (fördert schnelle Auskühlung, wenn liegen gelassen).
Hinweis: Nicht trocknen <32 Wochen; in Kunststoff wickeln.
3. Stimulieren
- Sanft Rücken, Torso oder Extremitäten reiben, wenn noch apnoisch.
Warnung: Niemals schütteln.
4. Atemwege freimachen
- Nur bei Bedarf (verstopft, Mekonium oder positive Druckbeatmung erwartet).
- Ballon-Absaugspritze: Mund vor Nase (“M vor N”).
Tickende Uhr: 60 Sekunden
- 0 Sekunden
- 15 Sekunden
- 30 Sekunden
- 45 Sekunden
- 60 Sekunden
Optimierung der Atemwege: Die “Schnüffel”-Position
Ziel: Neutrale Nackenposition mit leichter Streckung zur Atemwegsausrichtung.
Fehler 1: Überstreckung
Falsche Positionierung mit übermäßig gestrecktem Nacken.
Fehler 2: Flexion
Falsche Positionierung mit nach vorne gebeugtem Nacken.
Umgang mit mekoniumhaltiger Fruchtflüssigkeit

Umgang mit mekoniumhaltiger Fruchtflüssigkeit
| Vigoroses Neugeborenes | Nicht vigoroses Neugeborenes |
|---|---|
| Gute Atemtätigkeit und Muskeltonus. Maßnahme: Neugeborenes bleibt bei Eltern. Sekrete aus Mund/Nase sanft mit Ballon-Absaugspritze entfernen. | Verminderte Atmung oder schlechter Muskeltonus. Maßnahme: Zum Wärmestrahler bringen. Initialschritte durchführen. Initialschritte durchführen. Ballon-Absaugspritze zum Freimachen der Atemwege verwenden. |
RICHTLINIEN-AKTUALISIERUNG: Routinemäßige Laryngoskopie mit oder ohne Intubation für tracheales Absaugen wird NICHT MEHR EMPFOHLEN für nicht vigorose Neugeborene mit Mekonium. Falls Herzfrequenz < 100 bpm oder Neugeborenes ist apnoisch, sofort zur assistierten Beatmung (PPV) übergehen.
Oxygenierung braucht Zeit (SpO2-Ziele)

Oxygenierung braucht Zeit (SpO2-Ziele)
Die SpO2-Zielkurve: Sauerstoffprozentsatz steigt schrittweise von etwa 60% bei 1 Minute auf etwa 95% bei 10 Minuten nach Geburt an.
| Minuten nach Geburt | Ziel präduktale SpO2 |
|---|---|
| 2 | 65–70% |
| 3 | 70–75% |
| 4 | 75–80% |
| 5 | 80–85% |
| 10 | 85–95% |
Diagnostische Warnung: Visuelle Bewertung der Zyanose ist unzuverlässig. Pulsoxymetrie verwenden.
- EKG ist der Gold-Standard für initiale HF. Genauer als Auskultation. Ziel ≥ 100 bpm.
- Pulsoxymetrie: Sensor erforderlich am rechten Oberarm (präduktale).
- Sensor zuerst am Neugeborenen anschließen, dann in den Monitor einstecken für schnellere Ablesung.
Die goldene Minute & Integrierte klinische Bewertung

Die goldene Minute: Initialschritte & Entscheidende Bewertung
- Aufnahme: Wärmen, Kopf- und Halsposition (Schnüffelposition), Sekrete freimachen (nur bei verstopften Atemwegen).
- Aktivierung: Neugeborenes trocknen (wenn ≥ 32 Wochen; Trocknen überspringen für Z2/Z3-Neugeborene in Kunststofffolie). Sanft stimulieren durch Reiben des Rückens oder der Fußsohlen.
- Das klinische Gelenk: Atmung beurteilen (Apnoe oder Schnappatmung?) und Herzfrequenz.
- DIE SCHWELLE: Ziel HF ≥ 100 bpm.
Zeitleiste: 0 Sekunden — 0–60 Sekunden — 60 Sekunden
Integrierte klinische Bewertung: Die Atemwegs-Gabelung
Was geschieht genau bei 60 Sekunden, wenn der Übergang abnormal ist?
DER CPAP-PFAD
Diagnostisches Gelenk: Neugeborenes atmet spontan UND Herzfrequenz ist ≥ 100 bpm, ABER Atmung ist mühsam oder SpO2 ist persistent unter dem Ziel.
Maßnahme: CPAP einleiten zur Unterstützung der Atemarbeit.
DER PPV-PFAD
Diagnostisches Gelenk: Neugeborenes ist apnoisch ODER schnappend ODER Herzfrequenz ist < 100 bpm.
Maßnahme: Sofort positive Druckbeatmung (PPV) einleiten. Verzögerung der Beatmung verschlechtert die Ergebnisse.
Zeitleiste: Exakt 60 Sekunden
Unterstützung bei erschwert Atmung (HF > 100 bpm)

Unterstützung bei erschwert Atmung (HF > 100 bpm)
Supplementär freier Sauerstoff
- Bei anhaltender Zyanose aber guter Atmung.
- Aufbau: Flowmeter auf 10 L/min einstellen. Blender bei 30% Sauerstoff starten. Schlauch nah am Gesicht halten.
Warnung: Versuchen Sie NICHT, freien Sauerstoff durch die Maske eines selbstentfaltenden Beutels zu geben.
CPAP (Continuous Positive Airway Pressure)
- Bei spontaner aber erschwert Atmung oder niedriger SpO2 trotz O2.
- Mechanismus: Hält Atemwege offen durch kontinuierlichen Druckerhalt.
- Aufbau: Muss Flow-inflating Beutel oder T-Stück Reanimator an Maske angeschlossen verwenden, fest gegen das Gesicht gehalten.
Nicht-invasive Unterstützung: CPAP-Protokoll & Mechanik

Nicht-invasive Unterstützung: CPAP-Protokoll & Mechanik
Alveolare Mechanik-Diagramm
- Ohne CPAP: Alveole kollabiert komplett bei Ausatmung (Mechanisches Trauma).
- Mit CPAP (5 cm H2O): Kontinuierlicher Druck hält Alveolen am Ende der Ausatmung leicht aufgebläht.
CPAP-Protokoll-Details
- Ausrüstung: Muss T-Stück Reanimator oder Flow-inflating Beutel verwenden. (WARNUNG: Kann nicht über selbstentfaltenden Beutel gegeben werden).
- Starteinstellung: 5–6 cm H2O PEEP.
ZONE 2 / ZONE 3 Gestations-Kontext: Frühes CPAP wird gegenüber Routineintubation für Frühgeborene stark bevorzugt, um mechanisches Beatmungstrauma zu vermeiden.
Zeitleiste: 1–2 Minuten
- Beatmung mit T-Stück Reanimator mit Gesichtsmaske.
- Manuelles mechanisches Beatmungsgerät mit T-Stück und Blender: Blender (~10L/min), Schaltungsdruck, maximale Druckentlastung, Inspirationsdruckkontrolle, PEEP-Verstellung, Gaseinlass, Gasauslass.
Positive Druckbeatmung: Rhythmus & Parameter

Positive Druckbeatmung: Rhythmus & Parameter
Der Rhythmus
- Frequenz: 40–60 Atemzüge pro Minute.
- Rhythmus: Atemzug, Zwei, Drei, Atemzug, Zwei, Drei.
Anfangsdrücke
- PIP: 20–25 cm H2O (Zonen 2 & Frühe 3).
- PIP: Bis 30 cm H2O für Termingeborene.
- PEEP: 5 cm H2O.
Anfangssauerstoff (FiO2)
- ≥ 35 Wochen: 21% (Raumluft).
- 32–34 Wochen: 21%–30%.
- < 32 Wochen (Zonen 2 & 3): 30%.
Zeitleiste: 60 Sekunden (Sofortreaktion)
WICHTIGER EINBLICK: Der absolute primäre Indikator für erfolgreiche PPV ist eine schnell ansteigende Herzfrequenz.
Bewertung der PPV: Die MR SOPA Korrektursequenz
- M – Maskenverstellung & R – Kopfposition erneut festlegen (Schnüffelposition). → Beatmen & Brustbewegung beurteilen
- S – Absaugen Mund/Nase & O – Mund öffnen. → Beatmen & Brustbewegung beurteilen
- P – Druck erhöhen (Max PIP 40 cm H2O für Reife, 30 cm H2O für Frühgeborene). → Beatmen & Brustbewegung beurteilen
- A – Alternative Atemwege (Endotracheale Intubation oder Larynxmaske).
Zeitleiste: Nach 15–30 Sekunden PPV
Das 60-Sekunden-Bewertungstor

Das 60-Sekunden-Bewertungstor
Atmung
Ist das Neugeborene apnoisch oder schnappend? (Hinweis: Schnappatmung ist eine Serie tiefeer einzelner Inspirationen und erfordert Intervention. Es ist KEINE effektive Atmung).
Herzfrequenz
HF < 100 bpm? Linke Brustseite mit Stethoskop auskultieren.
- Schlag antippen.
- Anzahl der Schläge in 6 Sekunden zählen und mit 10 multiplizieren (z. B. 12 Schläge x 10).
- 12 Schläge x 10 = 120 bpm.
Falls Apnoisch, Schnappend ODER HF < 100 bpm → Sofort positive Druckbeatmung (PPV) einleiten.
Alternative Atemwege: Endotracheale Intubation

Ausrüstungs-Größenmatrix
| Gestationsalter | Laryngoskopklingen | ET-Tubus Größe (ID mm) | |
|---|---|---|---|
| Z2/Z3 | < 28 Wochen | Größe 0 Klinge | 2,5 mm ET-Tubus |
| Z3 | 28–34 Wochen | Größe 0 Klinge | 3,0 mm ET-Tubus |
| Z3 | ≥ 34 Wochen | Größe 1 Klinge | 3,5 mm ET-Tubus |
Indikations-Matrix
Ineffektive PPV (MR SOPA fehlgeschlagen), längere PPV erwartet oder Eintritt in Thoraxkompressionsphase (HF < 60).
Tracheale Bestätigung
- Problem / Nicht in Trachea (angezeigt durch Farbänderungsrichtung)
- Ja / In Trachea (Korrekte Platzierung) (angezeigt durch Farbänderungsrichtung)
Wie durch PPV-Versagen oder HF-Rückgang angezeigt
Surfactant-Therapie: Mechanik & Verabreichung

Das alveolare Upgrade
Frühgeborene Lungen mangelt es an Surfactant. Exogenes Surfactant bedeckt das Innere und senkt die Oberflächenspannung, um das respiratory distress syndrome (RDS) zu verhindern.
Der klinische Pfad
Aktueller Standard: Frühes CPAP wird bevorzugt. Vermeiden Sie routinemäßige prophylaktische Intubation.
- Benötigt das Neugeborene Intubation für RDS oder schlägt ein strenger CPAP-Versuch fehl?
- JA → Surfactant verabreichen
- LISA / MIST: Weniger invasive Surfactant-Verabreichung (über dünnen Katheter bei Aufrechterhaltung von CPAP).
- INSURE: INtubieren → SurfactanT → Sofort zurück zu CPAP extubieren.
- JA → Surfactant verabreichen
Nach Stabilisierung / NICU-Überleitung
Eintritt in die Gefahrenzone: Fortgeschrittene Reanimation

Eintritt in die Gefahrenzone: Fortgeschrittene Reanimation
Der kritische SCHWELLENWERT: HF < 60 bpm
HF bleibt < 60 bpm trotz 30 Sekunden Beatmung mit sichtbarer Brustbewegung
Sofort-Maßnahmen Checkliste
- 1. ATEMWEGE: Endotrachealen Tubus sichern (falls nicht bereits geschehen) um absolute Durchgängigkeit sicherzustellen.
- 2. SAUERSTOFF: Sofort FiO2 auf 100% einstellen.
- 3. ZIRKULATION: Thoraxkompressionen sofort einleiten, streng mit PPV koordiniert.
- 4. ÜBERWACHUNG: EKG-Ableitungen für genaue Herzfrequenzüberwachung sichern.
Nach ≥ 30 Sekunden effektiver PPV
Thoraxkompressionen: Die Zwei-Daumen-Technik

Universelle Parameter
- Platzierung: Unteres Sternumritzel (knapp unter der Mamille-Linie). Finger umgeben den Torso für feste Rückenunterstützung.
- Tiefe: Sternum um ein Drittel des anterior-posterioren Durchmessers der Brust eindrücken.
Gestations-Adaptation für Frühgeburt
ZONE 1 / ZONE 2 — Überlagerte Daumen
Bei extrem kleinen Frühgeborenen ist das Brustbein zu eng. Einen Daumen direkt auf den anderen platzieren.
Gestations-Adaptation für Reife
ZONE 3 — Nebeneinander angeordnete Daumen
Bei größeren Termingeborenen Daumen nebeneinander platzieren.
Kontinuierliche aktive Reanimation
Fortgeschrittene Reanimation: Rhythmus & Rhythmus

Das Verhältnis: 3 Kompressionen zu 1 Atemzug.
Die Mathematik: 90 Kompressionen + 30 Atemzüge = 120 Gesamtereignisse pro Minute. (Jedes Ereignis dauert 0,5 Sekunden).
Zeitleiste des Rhythmus
- 0,0s – Eins (Komprimieren)
- 0,5s – -und-Zwei (Komprimieren)
- 1,0s – -und-Drei (Komprimieren)
- 1,5s – -und-Beatmen (Beatmen)
- 2,0 Sekunden – Zyklus wiederholt sich
Warnung Rot: Bewertungsstopp
Kompressionen nach exakt 60 Sekunden kurz unterbrechen, um die EKG-Herzfrequenz zu bewerten. Falls HF ≥ 60 bpm, Kompressionen stoppen und PPV bei 40–60 Atemzügen/min fortsetzen.
120 Ereignisse pro Minute
Nach-Stabilisierungs & Team-Debriefing

Oxygenierung (SpO2)
Ziel steigt von 60–65% bei 1 Minute bis 85–95% bei 10 Minuten an.
Blutglukose
Strenge Überwachung erforderlich. Frühgeborene haben kritisch niedrige Glykogenspeicher und sind anfällig für schnelle Hypoglykämie.
Positionierung & Thermoregulation
Normothermie beibehalten. Vermeiden Sie streng die Trendelenburg-Position (Beine erhöht) um Spitzen des zerebralen venösen Drucks und IVH zu verhindern.
Team-Dynamik & Qualitätsverbesserung
Jede Reanimation endet mit einem multidisziplinären Debriefing. Vorbereitung, Kommunikationseffizienz und Gerätebereitschaft bewerten, um den klinischen Flugweg für den nächsten Patienten kontinuierlich zu verbessern.
T+ 10 Minuten & Darüber hinaus

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Neonatale Reanimation & Stabilisierung: Das 9. Auflagen-Protokoll

Neonatale Reanimation & Stabilisierung: Das 9. Auflagen-Protokoll
Integrierte klinische Pfade, Gestationsalter-Überlegungen und fortgeschrittene Reanimationstechniken
T-Minus: Pränatale & Antizipation
Präzisions-Reanimation: Frühgeborenen-Protokoll (NRP 9. Ed.)

Lehrbuch der Neonatalen Reanimation – 9. Auflage
Präzisions-Reanimation: Frühgeborenen-Protokoll (NRP 9. Ed.)
- Geburt — Neugeborenes wird entweder als Vigoroses Neugeborenes oder Nicht vigoroses Neugeborenes bewertet.
Die goldene Minute
- Nicht vigoroses Neugeborenes: Assistierte Beatmung (PPV) innerhalb von 60 Sekunden starten, falls nicht reagiert.
Vigoroses Neugeborenes Pfad
- 60+ Sekunden — Verzögertes Abnabeln: Mindestens 60 Sekunden verzögern, falls Neugeborenes vigoros ist.
- Schnurstripping-Vorsichtsmaßnahmen: Angemessen für 28–34 Wochen; NICHT empfohlen unter 28 Wochen (IVH-Risiko).
- Haut-zu-Haut/mütterlicher Kontakt dargestellt neben verzögertem Abnabeln.
- Thermische Stabilisierung: Für Neugeborene < 32 Wochen polyethylene Folie und thermische Matratze sofort verwenden.
Bewertung nach Initialschritten
- Stabile Herzfrequenz, erschwert Atmung (HF ≥100 bpm):
- CPAP (Continuous Positive Airway Pressure): CPAP verwenden, falls HF ≥100 mit erschwert Atmung.
- Apnoisch, Schnappend oder Herzfrequenz <100 bpm:
- PPV (Positive Druckbeatmung): PPV verwenden, falls apnoisch, schnappend oder HF <100.
Gestations-Altersanpassungen
| Gestationsalter | Anfangssauerstoff (FiO₂) | Anfangsdruck (PIP) |
|---|---|---|
| ≥ 35 Wochen | 21% | 25–30 cm H₂O |
| 32–34 Wochen | 21%–30% | 25–30 cm H₂O |
| < 32 Wochen | ≥ 30% | 20–25 cm H₂O |
Falls HF nach PPV oder vor Thoraxkompressionen < 100 bpm bleibt
- Intubation: Stark empfohlen, falls HF nach PPV bleibt <100 oder vor Beginn Thoraxkompressionen.
Thermische Stabilisierung
- Für Neugeborene < 32 Wochen polyethylene Folie und thermische Matratze sofort verwenden.
Brands: NeoFast — Neonatale Verschreibung; Neofast Nurses.
