Wichtige Erkenntnisse
- Ein Oxygenierungsindex (OI) größer als 25 deutet auf schwere Hypoxämie hin und ist ein kritischer Indikator für die ECMO-Evaluierung.
- Ein prä-/postduktaler SpO2-Unterschied größer als 5–10 % bestätigt Rechts-Links-Shunting über einen offenen Ductus arteriosus bei PPHN.
- NT-proBNP größer als 850 pg/mL zeigt hohe Sensitivität bei der Vorhersage des Bedarfs für Inhalationsstickstoffmonoxid (iNO)-Therapie.
- Die standardmäßige Anfangsdosis für Inhalationsstickstoffmonoxid (iNO) beträgt 20 ppm für reife oder nahezu reife Neugeborene, 5 bis 10 ppm für Frühgeborene und 40–80 ppm für refraktäre Fälle.
- PPHN hat 3 klinische Phänotypen basierend auf der Widerstandsstelle: Typ 1 (präkapillar), Typ 2 (erhöhter Fluss) und Typ 3 (postkapillar, z. B. TAPVC oder LV-Dysfunktion).
Literaturverzeichnis
- Chojnacka K, Singh Y, Gahlaut S, Blaz W, Jerzak A, Szczapa T. Persistent Pulmonary Hypertension of the Newborn: A Pragmatic Review of Pathophysiology, Diagnosis, and Advances in Management. Biomedicines 2025, 13, 2332.
- Mark C. Mammel (editor), Anton H. L. C. van Kaam (editor), Steven M. Donn (editor) – Manual of neonatal respiratory care. (2022), p. 628 — ECMO criterion.
Abdeckung

Persistierende Pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN): Übersicht und Management
Quelle: Chojnacka K, Singh Y, Gahlaut S, Blaz W, Jerzak A, Szczapa T. Persistent Pulmonary Hypertension of the Newborn: A Pragmatic Review of Pathophysiology, Diagnosis, and Advances in Management. Biomedicines 2025, 13, 2332.
- HIPN/PPHN: Hypertension Persistent Pulmonary Syndrome of the Newborn
- RVP/PVR: Widerstand Pulmonale Vaskulär
- OI: Oxygenierungsindex
- iNO: Inhaliertes Stickoxid
- ECMO: Extrakorporale Membranoxygenierung
- BNP/NT-proBNP: B-Typ natriuretisches Peptid
- PDE: Phosphodiesterase
- PGE1: Prostaglandin E1
- CCHD: Kritische Angeborene Herzerkrankung
Der Zusammenbruch des fetalen-neonatalen Übergangs

Der Kollaps des fetalen-neonatalen Übergangs
Normale Physiologie
- Abrupter Anfall des pulmonalen Gefäßwiderstands (PVR) bei der Geburt.
- Lungenexpansion und Oxygenierung fördern Vasodilatation.
- Funktioneller Verschluss des Foramen ovale und Ductus arteriosus.
Die Pathophysiologie von HIPN
- Anhaltende Vasokonstriktion: Versagen der Reduktion des pulmonalen Gefäßwiderstands (PVR).
- Rechts-nach-links (R-zu-L) Shunt: Blut wird durch das Foramen ovale und den Ductus arteriosus von den Lungen weggelenkt.
- Folge: Schwere und refraktäre Hypoxämie gegenüber der Verwendung von Zusatzsauerstoff, die in akutem Atemversagen gipfelt.
Die 3 klinischen Phänotypen: Wo liegt der Widerstand?
Typ 1 (Präkapillar)
Häufigster Phänotyp: Primärer Anstieg des pulmonalen Gefäßwiderstands (PVR). Engpass: Verengerte oder verdickte präkapilläre Gefäße.
Typ 2 (Erhöhter Fluss)
Vaskuläres Umbauprinzip: Erhöhter pulmonaler Blutfluss führt zu Hypertonie. Engpass: Persistierende arteriovenöse Missbildungen oder Links-nach-rechts-Shunts.
Typ 3 (Postkapillar)
Venöse Hypertonie: Erhöhter venöser Druck/linksventrikuläre (LV) Dysfunktion. Engpass: Venöse Obstruktion (z. B. TAPVC) oder LV-Insuffizienz.
Ätiologie und Risikofaktoren

Ätiologie und Risikofaktoren
Mütterliche und genetische Faktoren
- Mütterlicher Diabetes und Rauchen.
- Verwendung von Medikamenten in der Schwangerschaft (NSAIDs, SSRIs).
- Genetische Prädisposition: Polymorphismen im eNOS-Gen (Versagen der endothelialen Stickoxidproduktion).
Fetale und präpartale Faktoren
- Fetale Hypoxie und Azidose.
- PPROM (Prolonged Premature Rupture of Membranes).
- Kongenitale Zwerchfellhernie (CDH) und pulmonale Hypoplasie.
Neonatale Faktoren (Sekundäre HIP)
- SAM: Mekoniumaspirationssyndrom (klassischer Auslöser).
- RDS: Atemnotsyndrom.
- Schwere perinatale Asphyxie.
- Neonatale Pneumonie.
- Neonatale Sepsis.
Ätiologie und Risikofaktoren

Ätiologie und Risikofaktoren
Die Pathogenese von HIP ist multifaktoriell und umfasst genetische, Umwelt- und physiologische Faktoren.
Primäre Ursachen — Konzept: Versagen der normalen vaskulären Adaptation
- A. Idiopathisch: Abwesenheit von Lungenerkrankung, evident parenchymatös.
- B. Vaskuläres Remodeling: Hypertrophie der glattenMuskelschicht sekundär zu chronischer fetaler Hypoxie.
Sekundäre Ursachen — Konzept: Ausgelöst durch akute oder strukturelle Pathologie
- A. Infektion/Entzündung: Frühe Sepsis, Pneumonie.
- B. Obstruktion/Aspiration: Mekonium-Aspirationssyndrom (MAS).
- C. Surfactant-Dysfunktion: Atemnotsyndrom (RDS).
- D. Lungenhypoplasie: Oligohydramnion, Vorzeitiger Blasensprung (PROM), Kongenitale Zwerchfellhernie (CDH).
Klinische Diagnose

Klinische Diagnose
Klinische Präsentation (vermutet)
Zyanose und Hypoxämie refraktär auf Sauerstoff. Frühe Atemnot. Herzgeräusch (übermäßiger Fluss oder Trikuspidalklappeninsuffizienz).
Kritische Differentialdiagnose (Obligatorischer Ausschluss)
- Angeborene Herzerkrankung (CHD), die eine Hypothyreose imitiert, sollte ausgeschlossen werden.
- TAPVC (Total Anomalous Pulmonary Venous Drainage).
- TGA (Transposition der großen Arterien).
- Pulmonale Atresie (mit/ohne VSD).
- Schwere Fallot-Tetralogie / Trikuspidalatresie.
- Obstruktive Erkrankungen des linken Herzens (Aortenisthmusstenose, HLHS).
Bestätigung (Echokardiographie)
Isolierte primäre oder sekundäre HIPN.
Klinische Diagnose

Klinische Diagnose
Refraktäre Hypoxämie
Niedrige Spiegel der arteriellen Oxygenierung, die nicht ausreichend auf konventionelle Sauerstoffzufuhr ansprechen.
Zyanose und Atemstress
Frühe Zeichen der Ateminsuffizienz, die kurz nach der Geburt auftreten und sofortige Intervention erfordern.
Oxygenierungsdifferential (Prä-/Postduktal)
Unterschied in der Sauerstoffsättigung (SpO2) > 5–10% zwischen der rechten Hand (präduktale) und den unteren Extremitäten (postduktale), bestätigt den Shunt über das PDA.
Herzgeräusche
Hörbarer Flussgeräusch aufgrund eines Shunts über das PDA, Trikuspidalinsuffizienz oder damit verbundene zugrunde liegende angeborene Defekte.
Die unmittelbare Erkennung ist entscheidend, um Langzeitgewebeschädigungen zu verhindern.
Differenzialdiagnose — Ausschluss kritischer angeborener Herzerkrankungen (CCHD)
Häufige Präsentation: Schwere Zyanose + Refraktäre Hypoxämie → Eliminierungsfilter →
- HIPN (Physiologisch): Reversible Gefäßdysfunktion. Behandlung: Vasodilatatoren (iNO).
- CCHD (Strukturell): Maskierte Anomalien: Venöse Rückführung — Totale anomale Lungenvenenrückführung (TAPVC), Transposition der Großgefäße (TGA), Pulmonalstenose, schwere Fallot-Tetralogie, linksseitige obstruktive Läsionen.
Die wahllose Anwendung von Vasodilatatoren ohne vorherige Echokardiographie kann bei bestimmten strukturellen Anomalien nachteilig sein.
Goldstandard: Echokardiographie am Patientenbett

Gold Standard: Bettseitige Echokardiographie (7 Schritte)
- CCHD ausschließen: Beurteilung der rechtsventrikulären Dilatation (vermutete Hauptursache).
- Druckschätzung (PAP): Messung des Pulmonalarteriendrucks.
- Shunts bewerten: Flussrichtung über PDA und PFO.
- Septale Morphologie (Septale Abflachung): Begradigung des interventrikulären Septums, die auf eine rechtsventrikuläre Überbelastung hindeutet.
- Pulmonalarterie-Doppler: Wellenform und Verhältnis von Beschleunigung zu Auswurfzeit.
- Ventrikelfunktion: Beurteilung der Dysfunktion des rechten und linken Ventrikels.
- Vorlast und Herzzeitvolumen: Füllungszustand des Herzens.
Schweregrad-Stratifizierung: OI und Biomarker
Messgröße 1: Oxygenierungsindex (OI)
Berechnung der Abhängigkeit von Beatmungsunterstützung zur Oxygenierung. OI > 25: Weist auf schwere Hypoxämie hin. Definiert ein sehr hohes Risiko für Lungendysfunktion und ist ein kritischer Indikator für die ECMO-Evaluation.
Messgröße 2: Rechtsventrikuläre Belastung (BNP/NT-proBNP)
Freisetzung durch das Myokard als Reaktion auf Druck-/Volumenüberbelastung. NT-proBNP: Stabiler (Halbwertszeit 60–120 Min), bevorzugt für reproduzierbare Tests. Vorhersage-Schwellenwert: BNP > 850 pg/mL zeigte hohe Aussagekraft für die Vorhersage des Bedarfs an iNO. Klinische Anwendung: Essentiell für serielle Überwachung (Trends) und Vorhersage eines HIP-Rebounds während der Entwöhnung.
Schweregradklassifizierung: Oxygenierungsindex (OI)

Schweregrad-Klassifizierung: Oxygenierungsindex (OI)
Der primäre Marker zur Steuerung der Eskalation der Atemunterstützung und ECMO.
Formel
OI = (MAP × FiO2 × 100) ÷ PaO2
- MAP (cmH2O)
- FiO2: Werte zwischen 0,21 und 1,00, wobei 1,00 100 % und 0,40 zum Beispiel 40 % entspricht.
- PaO2 (mmHg)
OI = (FiO2 × MAP × 100) / PaO2
(Fraction of Inspired Oxygen x Mean Airway Pressure x 100) / Partial Pressure of Oxygen
Referenz: Mark C. Mammel (editor), Anton H. L. C. van Kaam (editor), Steven M. Donn (editor) – Manual of neonatal respiratory care. (2022), p. 628 — ECMO criterion.
Oxygenation Index (OI) Rechner mit NeoFast

OI mit Klassifizierung und Interventionsvorschlägen mit NeoFast abrufen
Σ Formel
OI = (MAP × FiO2 × 100) ÷ PaO2
- MAP (cmH2O): 10
- FiO2: 1 (Werte zwischen 0,21 und 1,00, wobei 1,00 100% und 0,40 40% entspricht, zum Beispiel)
- PaO2 (mmHg): 35
28,57 Oxygenierungsindex
| Zone | Klassifizierung | Intervention |
|---|---|---|
| Grüne Zone (OI < 10) | HIPN Level | Kontinuierliche Überwachung, ventilatorische Unterstützung und Basis-Oxygenierung. |
| Gelbe Zone (OI 10-25) | Moderate bis schwere HIPN | Schwellenwert für pharmakologische Intervention. Einleitung von gezielten Vasodilatatoren (iNO). |
| Rote Zone (OI > 25) | Kritische respiratorische Insuffizienz | Unmittelbare Gefahr einer schweren Lungenfunktionsstörung. Indikation für aggressive Rettungstherapien und sofortige Bewertung für ECMO. |
Die strategische Rolle von Biomarkern

BNP und NT-proBNP: Mehr als nur Diagnose, Instrumente zur Langzeitüberwachung
- Phase 1: Diagnose (Ventrikuläre Überbelastung) – Konsistent erhöhte Werte bei HIPN im Vergleich zu anderen Ursachen von Atemversagen. Erkenntnis: BNP > 850 pg/mL sagt hohe Sensitivität für die Notwendigkeit von iNO voraus.
- Phase 2: Ansprechen auf Behandlung – Die Halbwertszeit von BNP (~20 min) und die Stabilität von NT-proBNP (~60–120 min) ermöglichen eine Echtzeitbeurteilung der Entlastung der rechtsventrikulären Belastung.
- Phase 3: Die Gefahr des Entwöhnens (Rebound) – Serielle Überwachung ist entscheidend zur Vorhersage von Rebound-Pulmonalhypertonie bei Vasodilatatoren-Entzug.
Grundlagen der Behandlung

Grundlagen des Managements
- Sanfte Beatmung (Optimiert): Lungenschutzstrategie zur Minimierung von Barotrauma. Präduktale Sauerstoffsättigung zwischen 93-97% (PaO2 55-80 mmHg) angestrebt – Hyperoxie erhöht die Bildung freier Radikale und Lungenschädigung.
- Hämodynamische Unterstützung und Sedation: Aufrechterhaltung des Systemdrucks zur Minimierung des Rechts-Links-Shunts. Angemessene Sedation zur Schmerzbehandlung und Stressabbau, Vermeidung von Anstiegen des Gefäßwiderstands.
- Surfactant-Therapie und Metabolische Korrektur: Surfactant-Gabe bei Fällen mit Mangelerscheinungen (z. B. RDS, MAS). Strikte Korrektur von Elektrolytungleichgewichten und Azidose.
Die Grundlage der Behandlung konzentriert sich auf die Vermeidung weiterer Lungenschädigungen vor der Eskalation zu Vasodilatatoren.
Spezifische zielgerichtete Therapien (iNO, Sildenafil) erfordern vorherige hämodynamische Stabilität.
Therapie der ersten Wahl: Inhaliertes Stickstoffmonoxid (iNO)

Erstlinientherapie: Inhaliertes Stickstoffmonoxid (iNO)
Wirkungsmechanismus: Selektive pulmonale Vasodilatation (direkte Relaxation der glatten Muskulatur ohne Auswirkung auf den systemischen Druck). Ultrakurze Halbwertszeit (2 bis 6 Sekunden). Erwartete klinische Reaktion innerhalb von 30 Minuten.
- Standardanfangsdosis: 20 ppm (Neugeborenes oder nahe am Termin)
- Spezifische Überlegungen:
- Frühgeborene: 5 bis 10 ppm
- Therapieresistente Fälle: 40–80 ppm bei fehlender anfänglicher Reaktion
Ziele: Reduktion >10% des Oxygenierungsindexes, Anstieg >10% des PaO2 und Reduktion >10% des pulmonalarteriellen Drucks (PASP).
Gezielte Vasodilatatoren I: Sildenafil – Ladedosis

Gezielte Vasodilatatoren I: Sildenafil – Aufsättigungsdosis
Verschreibungskarte Sildenafil
Phosphodiesterase-Typ-5-(PDE5)-Inhibitor.
Intravenöse Applikation
- Aufsättigungsdosis: 0,4 mg/kg über 3 Stunden
- Erhaltungsdosis: 0,067 mg/kg/Stunde
Oral
- Anfangsdosis: 0,5 mg/kg (oder 1 mg/kg alle 6 Stunden für 48–72 Stunden)
- Erhaltungsdosis: 1 bis 2 mg/kg alle 6 Stunden
NeoFast App Beispiel (Aufsättigung)
| Feld | Wert |
|---|---|
| Medikament | Sildenafil |
| Route | IV kontinuierlich – 0,8mg/mL Lösung |
| Körpergewicht (kg) | 2 |
| Gewünschte Dosis (mg/kg) | 0,4 |
| Empfohlene Aufsättigungsdosis | 0,4 mg/kg/Tag |
| Dosis | 0,8mg |
| Dosis (Volumen) | 1mL |
| Mit NaCl verdünnen | 1mL |
| Endkonzentration | 0,4mg/mL |
| Gesamtvolumen zur Infusion | 2mL |
| Infusionszufluss | 0,67mL/h |
| Infusionsdauer | 3h |
Gezielte Vasodilatatoren I: Kontinuierliches Sildenafil

Gezielte Vasodilatatoren I: Kontinuierliches Sildenafil
Verschreibungskarte Sildenafil
Phosphodiesterase-Typ-5-(PDE5-)Inhibitor.
Intravenöse Route
- Ladedosis: 0,4 mg/kg über 3 Stunden
- Erhaltungsdosis: 0,067 mg/kg/Stunde
Oral
- Anfangsdosis: 0,5 mg/kg (oder 1 mg/kg alle 6 Stunden für 48–72 Stunden)
- Erhaltungsdosis: 1–2 mg/kg alle 6 Stunden
NeoFast App Beispiel (Kontinuierlich)
| Feld | Wert |
|---|---|
| Medikament | Sildenafil |
| Route | IV kontinuierlich – 0,8 mg/mL Lösung |
| Gewicht (kg) | 2 |
| Gewünschte Dosis (mg/kg/h) | 0,067 |
| Kontinuierliche Dosis | 0,067 mg/kg/h |
| Beabsichtigte Tropfgeschwindigkeit (mL/h) | 0,5 |
| Dosis | 4,02 mL |
| Mit NaCl verdünnen | 7,98 mL |
| Endkonzentration | 0,27 mg/mL |
| Gesamt in 24 Stunden | 12 mL |
Gezielte Vasodilatatoren I: Kontinuierliches Milrinon

Gezielte Vasodilatatoren I: Kontinuierliches Milrinon
Verschreibungskarte Milrinon
PDE3-Inhibitor. Ausgezeichnet bei linksventrikulärer/rechtsventrikulärer Dysfunktion.
Kontinuierliche intravenöse Verabreichung
- Dosis: 0,2 bis 1 mcg/kg/min
- Idealer Zielbereich: 0,25 bis 0,75 mcg/kg/min
Es ist besonders indiziert, wenn eine links- oder rechtsventrikuläre Dysfunktion durch Echokardiographie bestätigt ist.
NeoFast App Beispiel (Erhaltung)
| Feld | Wert |
|---|---|
| Medikament | Milrinon |
| Route | IV kontinuierlich – 1 mg/mL |
| Gewicht (kg) | 2 |
| Gewünschte Dosis (mcg/kg/min) | 0,25 |
| Vorgeschlagene Erhaltungsdosis | 0,3 bis 0,75 mcg/kg/min |
| Beabsichtigte Infusion (mL/h) | 0,2 |
| Dosis | 0,72 mL |
| Mit NS, D5W verdünnen | 4,08 mL |
| Endkonzentration | 150 mcg/mL |
| Gesamtmenge in 24 Stunden | 4,8 mL |
| Intervall | Kontinuierlich über 35 h |
Gezielte Vasodilatatoren II: Bosentan, Prostanoide und hämodynamische Unterstützung

Gezielte Vasodilatatoren II: Bosentan und Prostanoide
Verschreibungskarte Bosentan
Endothelin-Rezeptor-Antagonist. Häufige Verwendung als Zusatztherapie oder wenn iNO versagt/nicht verfügbar ist.
Oral (VO): 1 bis 2 mg/kg alle 12 Stunden.
Verschreibungskarte Prostanoide – Starke Vasodilatatoren
- Iloprost-Inhalator: 1 bis 2,5 mcg/kg alle 2 bis 4 Stunden.
- Intravenös (IV) Epoprostenol: 1 bis 2 ng/kg/min. 50 bis 80 ng/kg/min
Hinweis: Treprostinil kann auch in dieser funktionellen Klasse in Betracht gezogen werden.
Inotrope Unterstützung, Vasopressor und Duktale Offenheit
Kritischer Hinweis: Prostaglandin E1 (PGE1)
Indikation: HIPN-Phänotyp 3 oder Rechtsventrikuläres Versagen (Duktusschluss mit RV-Dysfunktion). Hält den Ductus arteriosus als “Sicherheitsventil” offen. Dosis IV: 5 bis 10 ng/kg/min.
Tabelle der Vasopressoren und Inotrope (Falls MAP < 45-50 mmHg nach Volumen)
| Medikament | Dosis | Spezifische Indikation |
|---|---|---|
| Adrenalin | 0,05-0,4 mcg/kg/min | Bei Abnahme der LV-Funktion oder Abnahme des Pulsdruck |
| Noradrenalin | 0,05-0,4 mcg/kg/min | Bei Sepsis, SVR oder erhöhtem Pulsdruck. |
| Dobutamin | 5-20 mcg/kg/min | Alternative, wenn Milrinon unzureichend ist oder ohne Echokardiographie. |
| Vasopressin | 0,01-0,05 U/kg/h | Bei resistenter Hypotonie. |
| Hydrocortison | 2-2,5 mg/kg alle 6 Stunden | Zusatz zur Blutdruckunterstützung. |
PGE1 Kontinuierliche Medikamentendosierungsrechner

PGE1
Verwendung der NeoFast-App für Alprostadil (Prostin® und Prostavasin®) kontinuierliche Medikation:
- Medikament wählen: Alprostadil (Prostin® und Prostavasin®)
- Verabreichungsweg: IV kontinuierlich
- Konzentrationsmöglichkeiten: 500mcg/mL Lösung, 10mcg/mL Pulver, 20mcg/mL Pulver
- Flüssigkeitsoption: Keine Flüssigkeitsbeschränkung / Flüssigkeitsbeschränkung
- Eingabefelder: Körpergewicht (kg), Gewünschte Dosis (mcg/kg/min), Beabsichtigte Infusionsrate (mL/h)
- Zusätzliche Informationen / Bibliographische Referenzen verfügbar
Beispielrechnung:
- Körpergewicht (kg): 2
- Gewünschte Dosis (mcg/kg/min): 0,01 (Empfohlene Dosis: 0,01 bis 0,4 mcg/kg/min)
- Beabsichtigte Infusionsrate (mL/h): 0,2
Ergebnis: Alprostadil (Prostin® und Prostavasin®) – IV kontinuierlich – 500mcg/mL Lösung
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Dosis | 0,06mL |
| Mit NaCl verdünnen | 4,74mL |
| Endkonzentration | 6mcg/mL |
| Gesamt in 24 Stunden | 4,8mL |
Ausfüllen → und erhalten Sie die → Ergebnisse
In Sekunden!
Adrenalin und Noradrenalin

Adrenalin und Noradrenalin
Adrenalin (Epinephrin)
- Route: IV kontinuierlich
- Konzentration: 1mg/mL
- Gewicht (kg): 2
- Gewünschte Dosis (mcg/kg/min): 0.05 (Empfohlene Dosis: 0.05 bis 1 mcg/kg/min)
- Beabsichtigte Infusion (mL/h): 0.1
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Dosis | 0.14mL |
| Mit NS, D5W oder D10W verdünnen | 2.26mL |
| Endkonzentration | 0.06mg/mL |
| Gesamtmenge in 24 Stunden | 2.4mL |
Noradrenalin (Norepinephrin)
- Route: IV kontinuierlich
- Konzentration: 1mg/mL
- Gewicht (kg): 2
- Gewünschte Dosis (mcg/kg/min): 0.2 (0.2 bis 2 mcg/kg/min)
- Beabsichtigte Infusion (mL/h): 0.3
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Dosis | 0.58mL |
| Mit D5NS, D5W, LR, NS verdünnen | 6.62mL |
| Endkonzentration | 80mcg/mL |
| Gesamtmenge in 24 Stunden | 7.2mL |
In Sekunden!
Dobutamin und Vasopressin

Dobutamin und Vasopressin
Dobutamin
- Zugang: IV – zentraler Zugang (angekreuzt/ausgewählt über IV – peripherer Zugang)
- Konzentration: 12,5mg/mL (angekreuzt/ausgewählt)
- Gewicht (kg): 2
- Gewünschte Dosis (mcg/kg/min): 10 (Empfohlene Dosis: 2 bis 25 mcg/kg/min)
- Beabsichtigte Infusionsrate (mL/h): 0,6
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Dosis | 2,3mL |
| Mit NaCl, D5W, D10W, LR verdünnen | 12,1mL |
| Endkonzentration | 2mg/mL |
| Gesamt in 24 Stunden | 14,4mL |
Hinweis: Die empfohlene Endkonzentration nach Verdünnung beträgt bis zu 2 mg/mL. Falls zentraler Zugang nicht verfügbar ist, führen Sie die verfügbare Berechnung durch für

Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die Formel zur Berechnung des Oxygenierungsindex (OI) bei PPHN?
OI = (MAP × FiO2 × 100) ÷ PaO2, wobei MAP in cmH2O angegeben ist, FiO2 zwischen 0,21 und 1,00 liegt und PaO2 in mmHg angegeben ist. Ein OI unter 10 ist die grüne Zone (mildes PPHN, Überwachung), OI 10-25 ist die gelbe Zone (moderat bis schwer, Schwelle für iNO), und OI über 25 ist die rote Zone (kritische Atemwegsinsuffizienz, Indikation für aggressive Rettungstherapie und ECMO-Evaluierung).
Wie ist die Dosierung für inhaliertes Stickstoffmonoxid (iNO) bei PPHN?
Die Standardinitialdosis beträgt 20 ppm für reife oder nahezu reife Neugeborene. Frühgeborene erhalten 5 bis 10 ppm. Bei refraktären Fällen kann eine Dosis von 40-80 ppm erforderlich sein, wenn keine anfängliche Reaktion vorliegt. Die Ziele umfassen eine Reduktion größer als 10% des Oxygenierungsindex, einen Anstieg größer als 10% des PaO2 und eine Reduktion größer als 10% des Lungenschlagaderendrucks (PASP).
Wie ist die IV-Sildenafil-Bolus- und Erhaltungsdosis für PPHN?
Die Bolusdosis beträgt 0,4 mg/kg IV über 3 Stunden, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 0,067 mg/kg/Stunde. Orale Dosierungsalternativen umfassen eine Initialdosis von 0,5 mg/kg (oder 1 mg/kg alle 6 Stunden für 48-72 Stunden) mit einer Erhaltung von 1 bis 2 mg/kg alle 6 Stunden.
Wann sollte Milrinon bei PPHN angewendet werden und in welcher Dosis?
Milrinon, ein PDE3-Inhibitor, ist besonders indiziert, wenn eine Links- oder Rechtsventrikeldzysfunction durch Echokardiographie bestätigt wird. Die kontinuierliche IV-Dosis liegt zwischen 0,2 und 1 mcg/kg/min, mit einem idealen Zielbereich von 0,25 bis 0,75 mcg/kg/min.
Welche Rolle spielt Prostaglandin E1 (PGE1) in der PPHN-Behandlung?
PGE1 ist bei PPHN-Phänotyp 3 oder Rechtsventrikelversagen indiziert, um den Ductus arteriosus offen zu halten als „Sicherheitsventil

